Rave gegen Repressionen

Diesen Donnerstag von 20:15 bis 2 Uhr heißt es in der alten Filmbühne Rave gegen Repressionen! 🪩✨
Einer unserer Genossen hat sich für eine gerechtere Welt eingesetzt und dafür eine Anzeige kassiert, durch das Verfahren sind hohe Kosten entstanden. Um ihn nicht im Stich zu lassen wollen wir gemeinsam feiern und Spenden für Ihn sammeln.
Falls was über bleibt, geht das Geld zum Teil an Galeria für Alle und an die Rote Hilfe.
Also kommt vorbei, feiert mit uns lasst ein paar Soli-Euros da 🙌

Transgender Day of Remembrance 2025 (Nachbericht)

Wie jedes Jahr am 20. November versammelten wir uns auch dieses Jahr mit vielen Menschen zum Transgender Day Of Remembrance, um unseren ermordeten trans Geschwistern zu gedenken. Kerzen und Rosen haben wir am St. Kassiansplatz niedergelegt, für alle, die uns genommen wurden. Wir hörten die Namen aller Getöteten, bewegende Reden und persönliche Schicksale. Wir danken allen, die mit uns gefroren und geweint haben und wir kämpfen weiter für die, die es nicht mehr können 🌹🕯️

Transgender Day of Remembrance 2025

Am 20. November versammeln wir uns um 17:30 Uhr am St. Kassiansplatz um den Opfern von transfeindlicher Gewalt zu gedenken.

Wenn ihr selbst ein paar Worte sagen wollt, kommt gerne vorher oder auf der Versammlung auf uns zu.

Wir werden Kerzen für die ermordeten trans Menschen anzünden. Ihr könnt gerne auch selbst eine Kerze mitbringen.

Gegen den „1000 Kreuze Marsch“ – Zuganreise

🗓️ 11. Oktober 2025
🕛 12:00 Uhr
📌 Reiterdenkmal (Odeonsplatz) München

🚂 Zuganreise:
🏫 Hauptbahnhof Regensburg auf Gleis 1
🕥 10:30 Uhr, Abfahrt ist um 10:46 Uhr

Gegen den „1000 Kreuze Marsch“

Am 11. Oktober ist es wieder soweit: Der von radikalen Abtreibungsgegner*innen organisierte „1000 Kreuze Marsch“, treibt jedes Jahr aufs Neue sein Unwesen in München. Mit dabei sind neben selbst ernannten „Lebensschützer*innen“ Kreuze, Gesänge, Gebete und eine ominöse Rosenzeremonie, die von den Betenden als Krönung des Marsches angesehen wird. Bei dieser werden für jedes „getötete Kind“ Rosen in die Isar geworfen. Begleitet wird das dann mit dem Läuten einer Totenglocke und dem Rufen von willkürlich ausgedachten Namen. Auch mit dabei waren in den letzten Jahren Plastikpuppen, ein Sarg und allerlei Fundi-Geschwätz.

An diesem Tag zeigt sich in München, wie sehr die „Lebensschutzbewegung“ Teil der antifeministischen Front ist. Abtreibungsgegnerinnen, wobei man sie wohl passender Selbstbestimmungsgegnerinnen nennen müsste, versuchen aktiv emanzipationsfeindliche und reaktionäre Ansichten in der breiten Gesellschaft zu verankern und reproduktive Rechte einzuschränken. Die Anschlussfähigkeit an rechtes und faschistisches Gedankengut wird in all diesen Märschen sichtbar. Sind Antifeminismus, Queerfeindlichkeit, Rassismus und Menschenfeindlichkeit doch in beiden Ideologien tief verwurzelt. Vor allem in Bayern und München scheint es eine geradezu freundschaftliche Beziehung zwischen religiösen Fundamentalist*innen und Rechtsextremen zu geben, was unter anderem an personellen Überschneidungen erkennen lässt.

Dass der „1000 Kreuze Marsch“ und auch der „Marsch fürs Leben“ eine Gefahr für gebährfähige Personen und ihre Autonomie darstellen, ist klar! Deshalb rufen wir, das Pro Choice Bündnis, dazu auf sich an den Protesten am 11. Oktober gegen den „1000 Kreuze Marsch“ zu beteiligen. Lasst uns lautstark und entschlossen auf die Straße gehen und den religiösen Fundamentalist*innen die Bühne nehmen!

Solidarische Prozessbegleitung am 23.09.2025 und Spendenaufruf

🗓️ Dienstag, 23.09.2025
🕘 9:00 Uhr
📍 Amtsgericht Rgb, Augustenstraße 5, Sitzungssaal 203

Im Januar 2024 sind in Deutschland Hunderttausende, auch in Regensburg Tausende, gegen Rechts auf die Straße geganen. Zeitgleich haben in Regensburg kontinuierlich rechte Kundgebungen und Demonstrationen stattgefunden, denen es sich entschlossen entgegenzustellen galt. Antifaschistische Aktion war und ist notwendig!

Auch wenn die Regierung „bürgerliche“ Demonstrationen gegen Rechts begrüßt hatte, hat das nichts an den Repressionen, mit denen Antifaschist*innen überzogen werden, geändert. Davon sind auch Menschen in Regensburg betroffen.

In Nachgang nach den Protesten gegen die Demos rund um Nadine Alt im Winter 2023/24 findet nun erneut ein Prozess statt: Dienstag, 23. September 2025, um 9 Uhr.

Um die hohen finanziellen Belastungen gemeinsam zu stemmen, möchten wir hier auch zu Spenden aufrufen. Jeder Euro hilft, dass Einzelne nicht auf ihren Kosten sitzenbleiben und ist ein Zeichen von Solidarität.

Getroffen hat es einige – gemeint sind wir Alle.

Spenden können auf das Konto der Ortsgruppe Regensburg der Roten Hilfe e.V. überwiesen werden und werden an die Betroffenen weitergeleitet.

Rote Hilfe e.V. OG Regensburg
IBAN: DE23 4306 0967 4007 2383 11
GLS Bank
Stichwort: Gegen Rechts

Solidarische Prozessbegleitung am 25.08.2025

🗓️ 25. August
🕥 10:30 Uhr
📍 Augustenstr. 3
🏛️ Sitzungssaal 203

Warum die Polizei auf dem CSD nichts verloren hat, Teil 100:

Letztes Jahr gab es beim CSD in München eine AfD-Gegenkundgebung. Diese wurde von Protest begleitet. Im Rahmen der antifaschistischen Aktion kam es zu Repression seitens der Polizei. Ein junger Genosse wurde massiv angegriffen. Wie so oft stehen nun jedoch nicht die Polizist*innen vor Gericht, sondern der Genosse.

Lasst ihn nicht allein damit!

CSD Regensburg 2025

Am Samstag, dem 28.06. fand zum 56-Jahrestag der Stonewall Riots der erste antikapitalistische Christopher Street Day in Regensburg statt. Damit sollte auf den weiterhin notwendigen Kampf für Rechte von queeren Menschen aufmerksam gemacht werden.

Die Demonstration startete um 15 Uhr am Hauptbahnhof. Nach einer Einführung durch Aufbruch Regensburg und einer Rede der Linksjugend solid bewegte sich der Demozug mit ca. 400 Teilnehmenden mit Pride-Flaggen, Transparenten und Sprechchören durch die Innenstadt Richtung Haidplatz, wo von 16 bis 20 Uhr der stationäre Teil der Demo stattfand. Beliebte Sprüche während der Laufdemo waren unter anderem „Queers die kämpfen sind Queers die leben – lasst uns das System aus den Angeln heben!“ und „We will not be quiet – Stonewall was a riot“.

Am Haidplatz gab es unter anderem Essen und Getränke kostenlos oder gegen freiwillige Spende, zur Verfügung gestellt von der Küche für alle (Küfa) bzw. Aufbruch. Mit Infoständen vertreten waren die Gruppen: MSV, Schülis gegen Rechts, Linksjugend solid, Solidarische Aufbruch Straubing, Queere Kunst, QAF Nürnberg sowie Studies gegen Rechts.

Das Bühnenprogramm der stationären Kundgebung bestand aus mehreren Reden und 2 Bands. Zum einen feministischer Rap der Band „Die Arschlöcherinnen“ zum anderen die Regensburger Punk Band „Erection“.

Den Anfang bei den Reden machte der solidarische Aufbruch Straubing. In der Rede ging es um FakeAllyship und um erstarkende rechte Angriffe.

Die nächste Rede – vorgetragen von Aufbruch Regensburg – warf einen Blick in die Vergangenheit und bot einen historischen Überblick über die widerständigen sowie klassenkämpferischen Ursprünge des Christopher Street Days. Des Weiteren wurde beleuchtet wie CSDs von Firmen, zum Zwecke der Image Aufpolierung, vereinnahmt werden und die Wichtigkeit der Rückeroberung betont.

In der darauffolgenden Rede ging es um die persönlichen Erfahrungen einer asexuellen und non-binären Person. Darum, wie verwirrend es war in einer Welt aufzuwachsen, in der romantische Bindungen gefühlt über allem anderen stehen. In der Rede wurde betont, dass wir als Gesellschaft überdenken müssen, wie wir ‚zwischenmenschliche Beziehungen eingehen‘ ansehen, da romantische Liebe eben nur eine von vielen Arten ist zu lieben. Die Person beschreibt es wie Folgt:

„Romantische Partner*innen sind bestimmt toll, aber eben auch nur eine von vielen zwischenmenschlichen Bindungen, die alle bei unterschiedlichen Menschen unterschiedlich wichtig sind.“

Die vierte Rede, vorgetragen von Marie, betonte, dass mit derzeit wachsender Gefahr für queere Personen es besonders wichtig ist safe(r) spaces aufzubauen und zu verteidigen. So wie 1969 für das Stonewall Inn gekämpft wurde. Besonders queere Kinder brauchen Sicherheit und queere Ansprechpersonen. Deshalb gründet Marie gerade den Verein Jung&bunt.

„Die Jugendgruppe „jung&bunt“ soll alle 2 Wochen im W1 zu einem Ort werden, an dem jedes Kind und jede*r Jugendliche*r, egal ob geoutet oder ungeoutet, egal ob queer oder geboren in einer queeren Familie Sicherheit und Ansprechpersonen finden.“

Als letzter Redebetrag vor dem ersten musikalischen Akt geplant war ein Poetry-Slam von den Studies gegen Rechts zum Tehma Queerness im Erwachsenenleben, dieser musste aufgrund von Krankheit leider ausfallen. Der Slam sollte damit abschließen, dass trans sein auch im Alter normal ist und trans Personen auch im späteren Leben noch trans sind und sie sich auch nicht verstellen wollen. „Aber vor allem will ich, dass junge queere Menschen wissen, dass wir existieren“.

Statt des Slams hörten wir eine Rede, in der damit aufgeräumt wurde, wie weit queere Rechte vermeintlich schon wären. Da Erfolge wie die gleichgeschlechtliche Ehe kein Jahrzehnt her sind und andere, wie das Selbstbestimmungsgesetz, jetzt schon wieder in Gefahr sind. Auch wurde das ausbaufähige Selbstbestimmungsgesetzes, vor allem was die systematische Ausgrenzung von trans Frauen aus Schutzräumen angeht, angeprangert. Ebenso wurde mit der Angstmacherei um trans Kinder und Jugendliche aufgeräumt und dafür plädiert, diesen Kindern zuzuhören, wenn sie über so grundsätzliche Aspekte ihrer Identität sprechen.

Nach dem Auftritt der feministischen nürnberger Rap Gruppe „die Arschlöcherinnen“ ging es weiter mit kämpferischen Reden.

Die nächste Person sprach von 100 Schmerzen und 100 Kriegen die geduldet werden. Und zeigte sich entsetzt, dass ausgerechnet Liebe zwischen Menschen das, ist was manche nicht ertragen.

Die darauf folgende Rede des Aufbruch Regensburg ging, unter einem „Queers for Palastine“ Banner, darauf ein, wie Solidarität für Palästina mit dem Kampf für Rechte queerer Menschen zusammenhängt. Für Menschen, die ums Überleben kämpfen müssen, ist es unmöglich, eine soziale Revolution durchzuführen. „Wir wollen nicht mehr Diversität bei der Bundeswehr, Frauen die uns zeigen, wie man Menschen erschießt, eine Annalena Baerbock in einer Führungsposition. Es ist keine Vielfalt darin, das Sterben für das Heimatland zu glorifizieren und hinzunehmen.“

Die letzte Rede des Abends hielt eine Person von Schülis gegen Rechts und warf die Frage, warum rechte Ideen, insbesondere Queerfeindlichkeit, sich weiter in der Geselschaft breit machen, während die Unterstützung durch Politik bzw. Unternehmen wegbrechen und Anfeindungen gegen Queers zunehmen, auf. Diese Frage wurde daraufhin mit „früher oder später setzt sich in dieser Welt leider das durch was am profitabelsten ist“ beantwortet. Die klassische Familienstruktur sei schlichtweg am profitabelsten. Queere Person stellen dieses Konzept in Frage, weshalb sie vom kapitalistischen System bedroht werden. Deshalb: „Queere Befreiung wie wir sie schon bei Stonewall forderten geht nur antikapitalistisch.“

Das Selbstbestimmungsgesetz sei zwar ein Zugeständnis der Politik, aber auf die Politik sei kein Verlass, da die nächste Amtszeit einfacher mit klaren Feindbildern erreicht werden kann. Weil diese den Kapitalismus begünstigen.

Von 19 bis 20 Uhr spielte die Regensburger Punk Band „Erection“.

Die Veranstaltung wurde ohne größere Zwischenfälle beendet. Wir danken allen, die dabei waren und mitgeholfen haben dieses Event möglich zu machen. Uns ist es ein persönliches Anliegen, nicht nur am 28.06. sondern immer auf Missstände hinzuweisen und hinter die glizernde Fassade der CSDs zu blicken und uns auf den Ursprung der „Queer Liberation“ zu beziehen. Niemand ist frei, bis alle frei sind von Unterdückung, Ausbeutung, Krieg und Hunger!