Am 28. Juni 2025 werden gleich zwei Veranstaltungen in Regensburg stattfinden:
Ab 11:30 am Bismarckplatz die Come Together Parade von Mischkultur e.V. mit der Eröffnung vom Bunten Wochenende 2025 am Grieser Spitz.
Um 15 Uhr wird dann am Hbf die Demonstration anlässlich des Christopher Street Day 2025 stattfinden, die sich zum Haidplatz bewegt, wo von 16 – 20 Uhr die stationäre CSD-Versammlung stattfindet.
Genug Zeit also, um beide Veranstaltungen zu besuchen und für ein offenes und buntes Regensburg einzustehen!
Am 09. Juni veranstalten wir von 14 bis 17 Uhr ein Picknick auf der Jahninsel (auf Höhe der Steinernen Brücke)! Wir bereiten Essen und Getränke vor, bringt aber gerne selber noch was mit. Wir freuen uns auf euch! Queers und Allys sind herzlich eingeladen.
Mit dem Rechtsruck in Europa und weltweit sehen wir, wie queere Rechte eingeschränkt oder ganz zurückgenommen werden. Sei es durch Parteien, die queer sein als psychische Krankheit bezeichnen und aktiv Hetze gegen LGBTQIA+ betreiben oder Unternehmen, die ganz schnell ihre Unterstützung für die queere Bewegung zurücknehmen (wie in unserem letzten Post erklärt), wenn sie Profitverluste fürchten. Wir wollen, dass weder Parteien noch Unternehmen für und über uns und unsere Rechte bestimmen, denn die „unterstützen“ uns nur, solange es sich für sie rentiert. Deshalb organisieren wir am 28.06. unseren eigenen CSD – am historischen Tag der Stonewall Riots und zwar ohne Parteien und ohne Unternehmen.
Um 15 Uhr beginnen wir unseren Demozug am Hauptbahnplatz und tragen laut, antikapitalistisch und kämpferisch unsere Forderungen auf die Straße. Im Anschluss danach versammeln wir uns von 16 – 20 Uhr am Haidplatz, da gibt es keine Partei- oder Unternehmenswerbung, dafür kostenloses Essen und Trinken, Bands und politisches Programm. Denn der CSD ist und war nie unpolitisch, unsere Rechte wurden uns noch nie bereitwillig geschenkt, sondern mussten auf der Straße erstritten werden!
Lasst uns also gemeinsam am 28.06.2025 an die Wurzeln unserer Bewegung erinnern und vereint als Community kämpfen.
In der letzten Zeit haben viele Unternehmen gezeigt, wie wichtig ihnen Diversität wirklich ist. Sei es das Streichen von Frauenquoten, den Stop von CSD-Sponsorings, und vieles mehr – am Ende ist Profit eben wichtiger. Das sind keine Einzelfälle, sondern die logische Konsequenz eines kapitalistischen Wirtschaftssystems, in dem Profit erwirtschaftet werden muss. Wir sagen es schon immer, und werden es auch weiterhin sagen: Verlasst euch nicht auf Unternehmen, Parteien oder den Staat, denn sie werden uns nur so lange „unterstützen“, wie es sich für sie rentiert.
Auch dieses Jahr haben wir mit dem Bündnis Antikapitalistischer 1. Mai Regensburg unter dem Motto „Kein Frieden mit dem Kapitalismus“ zur antikapitalistischen 1. Mai Demonstration aufgerufen.
Mit über 1000 Menschen sind wir trotz der Mittagshitze lautstark und kämpferisch durch die Innenstadt gezogen und haben auf der Endkundgebung eine Rede über Carearbeit im Kapitalismus gehalten.
Danach ging es weiter auf dem Straßenfest der SRA Regensburg am Haus der bayerischen Geschichte. Dort haben wir an unserem Stand Kuchen und Muffins gegen Spende verteilt, Musik gehört und die kämpferische Demo ausklingen lassen. Wer Lust hatte, konnte auch an unserem „Pechrad“ drehen und Zukunftsnieten ziehen – ob du nach 40 Jahren Arbeit in die Altersarmut ruscht oder deine Wohnung verlierst,weil dein Vermieter Eigenbedarf anmeldet – im Kapitalismus ist alles möglich!
Wir wollen mit allen Menschen, die am 1. Mai auf der Straße waren oder sich auf irgendeine Weise für linke Themen einsetzen, Seite an Seite für eine bessere Welt kämpfen. Wenn wir nicht nur am 1. Mai laut sind, sondern uns jeden Tag entschlossen gegen dieses System stellen, dann werden wir wirklich gemeinsam darüber streiten können, wie wir uns unsere Zukunft vorstellen und sie gemeinsam gestalten- ohne Zukunftsnieten sondern mit dem Hauptgewinn für uns Alle!
Wir suchen Helfer*innen für unseren CSD am 28. Juni! Habt ihr Interesse, Ordner*in zu sein oder im Awareness-Team zu helfen? Wir freuen uns über motivierte, helfende Hände 🙌 Schreibt uns auf Insta ne DM oder per Mail bis zum 06.06.25, wenn ihr euch vorstellen könnt, uns zu unterstützen ❤️ Wir freuen uns auf euch und den CSD 🌈
Die Kapitalisten beuten die Arbeiter:innenklasse bis an die Grenzen des Existenzminimums aus, um ihre Krisen zu überwinden. Die Konzerne werden zusätzlich mit von Arbeitenden eingenommenen Steuern finanziert. Dabei hinterziehen Konzerne pro Jahr dank Gesetzeslücken und Co Steuern in dreistelliger Milliardenhöhe. Aktuell verfügt die untere Hälfte aller Haushalte in Deutschland lediglich über 1% des gesamten Nettovermögens auf Bundesgebiet, während die oberen 10% der Haushalte über die Hälfte des Gesamtvermögens besitzt. Gleichzeitig werden Existenzängste geschürt, Probleme verlagert und verdeckt. Das Gegeneinander wird gestärkt und die Menschlichkeit rückt immer weiter in die Ferne. Die Ursache von Armut, Arbeitslosigkeit und Hoffnungslosigkeit ist die maßlose Profitgier der kapitalistischen Monopole. Anstatt die Armut zu beseitigen, verstärken sie den drastischen Abbau sozialer Rechte, um die Ausbeutung und die Armut zu vergrößern und so die Kriege zu finanzieren.
Darauf haben wir keinen Bock mehr! Wir wollen nicht mehr, dass unsere Arbeit dem Kapital zugunsten kommt. Wir lassen es nicht zu, dass die Arbeitskraft der Arbeitnehmenden ausgebeutet wird und die Jugend an die Front der Kriege getrieben wird, die zum Nutzen der Konzerne geführt werden. Wir wollen eine solidarische Gesellschaft und Wohlstand für alle und stellen uns entschlossen gegen die rassistische Spaltung(spolitik)! Wie kann es sein, dass stets genug Geld für Aufrüstung, Subventionen und Großkonzerne da ist, aber niemals für Infrastruktur, Soziales oder Reallöhne?
Es wird immer deutlicher: Der Kapitalismus ist menschenfeindlich, er braucht Armut, Elend und Ausbeutung um zu funktionieren. Für ein menschenwürdiges Leben braucht es menschenwürdige Stukturen, die im Kapitalismus nicht existieren. Wir brauchen Sinn, Mitsprache, Selbstverwirklichung und Solidarität.
Der 1. Mai ist der Kampftag der Arbeiter:innen. Deswegen rufen wir alle Arbeitnehmer:innen auf, ihren Frust auf die Straße zu tragen. Wir Lohnabhängige müssen uns geschlossen gegen die oberen 10% organisieren. Wir sind verpflichtet, für unsere Zukunft zu kämpfen, sie nach unseren Bedürfnissen zu gestalten. Auf die Barrikaden! Kein Frieden mit dem Kapitalismus!
Am Montag, 31.03., war Trans Day of Visibility. Am Neupfarrplatz haben sich Queers und Allies versammelt, um mal nicht nur über die individuelle und strukturelle Gewalt gegenüber trans Personen zu sprechen, sondern um Trans Joy zu zelebrieren.
Euch alle da zu sehen, hat uns hoffnungsvoll gemacht. Auch wenn das Selbstbestimmungsgesetz immer noch diskriminierend ist und die steigende Transfeindlichkeit in den USA und hier in Europa uns alle beängstigt, ihr habt gezeigt, dass wir nicht aufhören werden, laut zu sein und für unser Recht auf Existenz auf die Straße zu gehen.
Trans Menschen existieren! Wir werden nicht aufhören uns zu zeigen! Danke fürs Kommen 🩷🩵🤍
Die CSU möchte das Selbstbestimmungsgesetz wieder abschaffen und die AfD redet vom „Genderwahnsinn“. Die Angriffe auf queere Menschen -vor Allem auf trans* Personen- steigen.
Am 31.3. ist Trans Day of Visibility und wir veranstalten um 17 Uhr am Neupfarrplatz eine Kundgebung um klar zu machen: wir bleiben laut, sichtbar und kämpferisch!
Der Rechtsruck in Deutschland, Europa und den USA ist nicht mehr zu übersehen. Die rechtsextreme AfD ist in der Bundestagswahl die zweitstärkste Kraft geworden, die Zahlen der Hasskriminalität steigen stetig, queere Menschen werden immer häufiger zum Ziel von Angriffen. Rechte rotten sich seit einiger Zeit sogar wieder zusammen, um CSDs gezielt zu bedrohen und einzuschüchtern. Aber diese Entwicklung kommt nicht aus dem Nichts, sie ist das Symptom eines Systems, das Konkurrenz und Einzelkämpfertum befeuert, die Menschen gegeneinander ausspielt und aufstachelt.
Die Notwendigkeit des Kampfes um queere Befreiung haben unsere Geschwister schon 1969 bei den Stonewall Riots erkannt und sich gegen die ständige Unterdrückung des kapitalistischen Staates in Form der Polizei aufgelehnt: Mehrere Nächte lang gab es gewaltvolle Aufstände in der Christopher Street in New York. An dieses Ereignis wollen wir erinnern, zeigen, dass wir dem Rechtsruck gemeinsam entgegenstehen und vor allem sichtbar bleiben, egal wie sehr sie versuchen, uns aus der Gesellschaft zu verdrängen.
Leider haben viele aus unserer Community noch nicht erkannt, dass wir diesen Kampf vereint als Gemeinschaft führen müssen, sondern lassen sich lieber von Parteien und Firmen sponsern und lassen dafür den politischen Kampf unter den Tisch fallen. Jedoch können wir uns weder auf Firmen, noch auf den Staat und seine Parteien verlassen. Wir sehen jetzt schon, wie unsere Rechte zum politischen Spielball werden und vermeintlich LGBTQIA+ freundliche Parteien bereitwillig ihre Unterstützung zugunsten von politischen Kompromissen und Wähler*innenstimmen zurückziehen. Die zunehmende Entpolitisierung unserer Bewegung ist gefährlich, unsere Rechte wurden uns noch nie bereitwillig geschenkt, sondern mussten auf der Straße erstritten werden und so muss auch weiter für unsere Befreiung gekämpft werden.
Lasst uns gemeinsam an die Wurzeln unserer Bewegung erinnern und als Community vereint kämpfen. Stonewall was a riot!