Statement zur „abstrakten Bedrohungslage“

Der CSD am 28. Juni 2025 findet weiterhin wie geplant statt!

Die Route der Veranstaltung von Queeres Regensburg e.V. wurde aufgrund einer „abstrakten Gefahrenlage“ erheblich verkürzt.
Auch wir wurden von den Cops auf die Gefahrenlage aufmerksam gemacht. Es handelt sich um eine auf TikTok veröffentlichte Drohung, mit dem Auto einen Anschlag auf einen CSD zu verüben.
Diese Drohung ist jedoch nicht konkret auf Regensburg oder ein bestimmtes Datum bezogen, auch wenn einige Zeitungsartikel dies suggerieren.

Wir respektieren die Entscheidung von Queeres Regensburg e.V., halten es allerdings für unwahrscheinlich, dass sich diese Drohung auf einen der Regensburger CSDs bezieht. Wir finden es wichtig, uns nicht von Rechten einschüchtern zu lassen, sondern jetzt erst recht laut und sichtbar auf die Straßen zu gehen.
Deswegen werden wir den CSD am 28. Juni weiterhin mit Laufdemo ab dem Bahnhof und stationärer Versammlung von 16 – 20 Uhr am Haidplatz durchführen. Trotzdem haben wir die Route angepasst, um das Risiko zu minimieren.

Wir möchten außerdem klarstellen, dass die Bedrohung für CSDs in Deutschland aktuell ganz klar von rechts ausgeht. In ländlicheren Regionen wurden diesen Monat CSDs schon bedroht, nicht von „bösen“ Migrant*innen, sondern immer von Nazis. Wie so oft wird der steigende Rechtsruck vorallem von den Medien heruntergespielt und auf die angebliche Islamisierung Deutschlands verlagert. Alle Angriffe oder Drohungen gegen CSDs und andere queere Veranstaltungen der letzten Zeit gingen von Nazis aus.

Wir werden uns nicht von Rassist*innen wie dem Chefredakteur der Mittelbayerischen Zeitung für ihre Abschiebefantasien instrumentalisieren lassen.
Wir stehen fest an der Seite von unseren queeren migrantischen Geschwistern, die von queerfeindlichen Faschos genauso und noch deutlich stärker bedroht sind!

28. Juni 2025 – Zwei Veranstaltungen

Am 28. Juni 2025 werden gleich zwei Veranstaltungen in Regensburg stattfinden:

Ab 11:30 am Bismarckplatz die Come Together Parade von Mischkultur e.V. mit der Eröffnung vom Bunten Wochenende 2025 am Grieser Spitz.

Um 15 Uhr wird dann am Hbf die Demonstration anlässlich des Christopher Street Day 2025 stattfinden, die sich zum Haidplatz bewegt, wo von 16 – 20 Uhr die stationäre CSD-Versammlung stattfindet.

Genug Zeit also, um beide Veranstaltungen zu besuchen und für ein offenes und buntes Regensburg einzustehen!

Kommt zum CSD Regensburg 2025!

28. Juni 2025

Mit dem Rechtsruck in Europa und weltweit sehen wir, wie queere Rechte eingeschränkt oder ganz zurückgenommen werden. Sei es durch Parteien, die queer sein als psychische Krankheit bezeichnen und aktiv Hetze gegen LGBTQIA+ betreiben oder Unternehmen, die ganz schnell ihre Unterstützung für die queere Bewegung zurücknehmen (wie in unserem letzten Post erklärt), wenn sie Profitverluste fürchten.
Wir wollen, dass weder Parteien noch Unternehmen für und über uns und unsere Rechte bestimmen, denn die „unterstützen“ uns nur, solange es sich für sie rentiert.
Deshalb organisieren wir am 28.06. unseren eigenen CSD – am historischen Tag der Stonewall Riots und zwar ohne Parteien und ohne Unternehmen.

Um 15 Uhr beginnen wir unseren Demozug am Hauptbahnplatz und tragen laut, antikapitalistisch und kämpferisch unsere Forderungen auf die Straße.
Im Anschluss danach versammeln wir uns von 16 – 20 Uhr am Haidplatz, da gibt es keine Partei- oder Unternehmenswerbung, dafür kostenloses Essen und Trinken, Bands und politisches Programm.
Denn der CSD ist und war nie unpolitisch, unsere Rechte wurden uns noch nie bereitwillig geschenkt, sondern mussten auf der Straße erstritten werden!

Lasst uns also gemeinsam am 28.06.2025 an die Wurzeln unserer Bewegung erinnern und vereint als Community kämpfen.

Unternehmen stoppen LGBT-Unterstützung

In der letzten Zeit haben viele Unternehmen gezeigt, wie wichtig ihnen Diversität wirklich ist. Sei es das Streichen von Frauenquoten, den Stop von CSD-Sponsorings, und vieles mehr – am Ende ist Profit eben wichtiger. Das sind keine Einzelfälle, sondern die logische Konsequenz eines kapitalistischen Wirtschaftssystems, in dem Profit erwirtschaftet werden muss. Wir sagen es schon immer, und werden es auch weiterhin sagen: Verlasst euch nicht auf Unternehmen, Parteien oder den Staat, denn sie werden uns nur so lange „unterstützen“, wie es sich für sie rentiert.

Antikapitalistischer 1. Mai 2025 – Nachbericht

Auch dieses Jahr haben wir mit dem Bündnis Antikapitalistischer 1. Mai Regensburg unter dem Motto „Kein Frieden mit dem Kapitalismus“ zur antikapitalistischen 1. Mai Demonstration aufgerufen.

Mit über 1000 Menschen sind wir trotz der Mittagshitze lautstark und kämpferisch durch die Innenstadt gezogen und haben auf der Endkundgebung eine Rede über Carearbeit im Kapitalismus gehalten.

Danach ging es weiter auf dem Straßenfest der SRA Regensburg am Haus der bayerischen Geschichte. Dort haben wir an unserem Stand Kuchen und Muffins gegen Spende verteilt, Musik gehört und die kämpferische Demo ausklingen lassen.
Wer Lust hatte, konnte auch an unserem „Pechrad“ drehen und Zukunftsnieten ziehen – ob du nach 40 Jahren Arbeit in die Altersarmut ruscht oder deine Wohnung verlierst,weil dein Vermieter Eigenbedarf anmeldet – im Kapitalismus ist alles möglich!

Wir wollen mit allen Menschen, die am 1. Mai auf der Straße waren oder sich auf irgendeine Weise für linke Themen einsetzen, Seite an Seite für eine bessere Welt kämpfen.
Wenn wir nicht nur am 1. Mai laut sind, sondern uns jeden Tag entschlossen gegen dieses System stellen, dann werden wir wirklich gemeinsam darüber streiten können, wie wir uns unsere Zukunft vorstellen und sie gemeinsam gestalten- ohne Zukunftsnieten sondern mit dem Hauptgewinn für uns Alle!

Helfer*innen für den CSD gesucht!

Wir suchen Helfer*innen für unseren CSD am 28. Juni! Habt ihr Interesse, Ordner*in zu sein oder im Awareness-Team zu helfen? Wir freuen uns über motivierte, helfende Hände 🙌
Schreibt uns auf Insta ne DM oder per Mail bis zum 06.06.25, wenn ihr euch vorstellen könnt, uns zu unterstützen ❤️
Wir freuen uns auf euch und den CSD 🌈

Kein Frieden mit dem Kapitalismus! – Antikapitalistischer 1. Mai 2025

Kein Frieden mit dem Kapitalismus!

Die Kapitalisten beuten die Arbeiter:innenklasse bis an die Grenzen des Existenzminimums aus, um ihre Krisen zu überwinden. Die Konzerne werden zusätzlich mit von Arbeitenden eingenommenen Steuern finanziert. Dabei hinterziehen Konzerne pro Jahr dank Gesetzeslücken und Co Steuern in dreistelliger Milliardenhöhe.
Aktuell verfügt die untere Hälfte aller Haushalte in Deutschland lediglich über 1% des gesamten Nettovermögens auf Bundesgebiet, während die oberen 10% der Haushalte über die Hälfte des Gesamtvermögens besitzt.
Gleichzeitig werden Existenzängste geschürt, Probleme verlagert und verdeckt. Das Gegeneinander wird gestärkt und die Menschlichkeit rückt immer weiter in die Ferne.
Die Ursache von Armut, Arbeitslosigkeit und Hoffnungslosigkeit ist die maßlose Profitgier der kapitalistischen Monopole. Anstatt die Armut zu beseitigen, verstärken sie den drastischen Abbau sozialer Rechte, um die Ausbeutung und die Armut zu vergrößern und so die Kriege zu finanzieren.

Darauf haben wir keinen Bock mehr!
Wir wollen nicht mehr, dass unsere Arbeit dem Kapital zugunsten kommt.
Wir lassen es nicht zu, dass die Arbeitskraft der Arbeitnehmenden ausgebeutet wird und die Jugend an die Front der Kriege getrieben wird, die zum Nutzen der Konzerne geführt werden. Wir wollen eine solidarische Gesellschaft und Wohlstand für alle und stellen uns entschlossen gegen die rassistische Spaltung(spolitik)!
Wie kann es sein, dass stets genug Geld für Aufrüstung, Subventionen und Großkonzerne da ist, aber niemals für Infrastruktur, Soziales oder Reallöhne?

Es wird immer deutlicher: Der Kapitalismus ist menschenfeindlich, er braucht Armut, Elend und Ausbeutung um zu funktionieren. Für ein menschenwürdiges Leben braucht es menschenwürdige Stukturen, die im Kapitalismus nicht existieren. Wir brauchen Sinn, Mitsprache, Selbstverwirklichung und Solidarität.

Der 1. Mai ist der Kampftag der Arbeiter:innen. Deswegen rufen wir alle Arbeitnehmer:innen auf, ihren Frust auf die Straße zu tragen. Wir Lohnabhängige müssen uns geschlossen gegen die oberen 10% organisieren. Wir sind verpflichtet, für unsere Zukunft zu kämpfen, sie nach unseren Bedürfnissen zu gestalten.
Auf die Barrikaden! Kein Frieden mit dem Kapitalismus!

Trans Day of Visibility 2025 – Nachbericht

Am Montag, 31.03., war Trans Day of Visibility. Am Neupfarrplatz haben sich Queers und Allies versammelt, um mal nicht nur über die individuelle und strukturelle Gewalt gegenüber trans Personen zu sprechen, sondern um Trans Joy zu zelebrieren.

Euch alle da zu sehen, hat uns hoffnungsvoll gemacht. Auch wenn das Selbstbestimmungsgesetz immer noch diskriminierend ist und die steigende Transfeindlichkeit in den USA und hier in Europa uns alle beängstigt, ihr habt gezeigt, dass wir nicht aufhören werden, laut zu sein und für unser Recht auf Existenz auf die Straße zu gehen.

Trans Menschen existieren! Wir werden nicht aufhören uns zu zeigen!
Danke fürs Kommen 🩷🩵🤍

Trans Day of Visibility 2025

Die CSU möchte das Selbstbestimmungsgesetz wieder abschaffen und die AfD redet vom „Genderwahnsinn“. Die Angriffe auf queere Menschen -vor Allem auf trans* Personen- steigen.

Am 31.3. ist Trans Day of Visibility und wir veranstalten um 17 Uhr am Neupfarrplatz eine Kundgebung um klar zu machen: wir bleiben laut, sichtbar und kämpferisch!